bodies of color 

Excerpt from: Something from nothing
April Greiman, Aris Janigian, 2001

We think of color as decorative, what philosophers call a secondary quality, as opposed to the qualities of form and matter, that exhaust the essence of a thing. Color are given to bodies, but they do not posses bodies. A chair is a chair, red or green. (…) Bodies of colors. Kandinsky made this bodies dance to music, freed colors from the hold of forms. He gave value to color’s plastic, ‘floating’, variable existence. Likewise, for Greiman, it is the very variable existence of color that gives color power. “From the Center: Design Process at SCI-Arc”, a book that includes texts and images of faculty work at the progressive architectural school, Is a showcase of what colors can do other than just color. White, the background, passive meld against which words and images receive form, here pets her equal share.

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No longer just a neutral surface upon which the writing is inscribed, or images put, she is rather a physical force, a body that responds to other bodies in an environment. White hugs, and curves around images. It provides a scaffolding for texts. Sometimes white jumps into the spotlight. It becomes the color of text, against a black background, like chalk on an old-fashioned-blackboard (SCI-Arc is after all a school). All the colors in this book serve outrageous purposes. They become nesting places for texts, virtual breeding grounds. Orange becomes the medium for the articulation of a line drawing. Colors collide, express tensions, extend the significance of images. They can give porosity to the text, or enclose a text in a kind of organic wrapper.

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Aside from the play of colors, the question Greiman poses for herself with “From the Center: Design Process at ScI-Arc” is: can a page approximate the nature of the three-dimensional world? Can a page approach architecture? The answer to this question appears in her radical treatment of texts. Already, from the “19th Amendment Commemorative Postage Stamp” project on, it is hard to keep Greiman’s typefaces in place. They seem to posses a kind of eagerness to play multiple roles, to dance, to be part of, as well as so much signage pointing to the action. But with From the Center: Design Process at SCI-Arc“ texts respond, form a kind of intimate circuit with the images. Sometimes they copy, sometimes they hollow out in precisely the shape of the architectural image they refer to. Sometimes they seem to simply generate from out of themselves their own structure giving a whole new sense to a ‘column’ of text. All in all, there seems to be an exchange of information between color, text, and image. The same way, for instance, a bee and a flower form an empathic circuit.

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How can we allow a door through which the observer might pass into the field, not just mentally but sensually, physically? How do we create an environment in, for, play?

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Auszug aus: Etwas aus dem Nichts
April Greiman, Aris Janigian, 2001

Wir betrachten Farbe als etwas Dekoratives, was Philosophen eine sekundäre Qualität nennen, im Gegensatz zu den Qualitäten von Form und Materie, die das Wesen einer Sache ausmachen. Farben sind den Körpern gegeben, aber sie besitzen keine Körper. Ein Stuhl ist ein Stuhl, rot oder grün. (...) Körper aus Farben. Kandinsky ließ diese Körper zu Musik tanzen, befreite die Farben aus dem Griff der Formen. Er gab der plastischen, 'schwebenden', variablen Existenz der Farbe einen Wert. Auch für Greiman ist es gerade die variable Existenz der Farbe, die ihr Kraft verleiht. "Aus der Mitte: Design Process at SCI-Arc", ein Buch, das Texte und Bilder von Arbeiten der Lehrkräfte der progressiven Architekturschule enthält, ist ein Schaufenster dessen, was Farben noch anderes als nur Farbe bewirken können. Weiß, der Hintergrund, die passive Verschmelzung, vor der Worte und Bilder Form erhalten, hat hier seinen gleichen Anteil.

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Sie ist nicht mehr nur eine neutrale Oberfläche, auf der die Schrift eingeschrieben oder Bilder angebracht werden, sondern vielmehr eine physische Kraft, ein Körper, der auf andere Körper in einer Umgebung reagiert. Weiß umarmt und krümmt sich um Bilder. Es bietet ein Gerüst für Texte. Manchmal springt Weiß ins Rampenlicht. Es wird zur Farbe des Textes, vor einem schwarzen Hintergrund, wie Kreide auf einer altmodischen Tafel (SCI-Arc ist schließlich eine Schule). Alle Farben in diesem Buch erfüllen unerhörte Zwecke. Sie werden zu Nistplätzen für Texte, zu virtuellen Brutstätten. Orange wird zum Medium für die Artikulation einer Linienzeichnung. Farben prallen aufeinander, drücken Spannungen aus, erweitern die Bedeutung von Bildern. Sie können dem Text Porosität verleihen oder ihn in eine Art organische Hülle einschließen.

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Abgesehen vom Farbenspiel stellt sich Greiman mit "From the Center" die Frage: Design Process at ScI-Arc" die Frage: Kann eine Seite die Natur der dreidimensionalen Welt annähern? Kann sich eine Seite der Architektur annähern? Die Antwort auf diese Frage zeigt sich in ihrer radikalen Behandlung von Texten. Schon beim Projekt "19th Amendment Commemorative Postage Stamp" ist es schwer, Greimans Schriften an ihrem Platz zu halten. Sie scheinen eine Art Eifer zu besitzen, mehrere Rollen zu spielen, zu tanzen, ein Teil davon zu sein, sowie so viele Zeichen, die auf die Aktion hinweisen. Aber mit From the Center: Design Process at SCI-Arc" reagieren die Texte, bilden eine Art intimen Kreislauf mit den Bildern. Manchmal kopieren sie, manchmal höhlen sie genau die Form des Architekturbildes aus, auf das sie sich beziehen. Manchmal scheinen sie einfach aus sich selbst heraus eine eigene Struktur zu erzeugen, die einer "Textsäule" einen ganz neuen Sinn verleiht. Alles in allem scheint es einen Informationsaustausch zwischen Farbe, Text und Bild zu geben. So wie zum Beispiel eine Biene und eine Blume einen empathischen Kreislauf bilden.

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Wie können wir eine Tür öffnen, durch die der Beobachter in das Feld eintreten kann, nicht nur geistig, sondern auch sinnlich und körperlich? Wie schaffen wir eine Umgebung um zu spielen?

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