Anleitung

  1. Lege das Blatt vor dich, sodass die Ecke mit dem Print-Button oben rechts ist.
  2. Falte die untere Hälfte des Blattes unter die obere Hälfte. Du hast nun ein DIN A4-Blatt vor dir. Der Print-Button ist weiterhin oben rechts zu sehen.
  3. Falte die linke Hälfte unter die rechte. Der Print-Button bleibt oben rechts zu sehen.
  4. Falte die untere Hälfte des Blattes unter die obere Hälfte. Der Print-Button bleibt oben rechts.
  5. Falte die unten liegende Hälfte wieder zurück. Du siehst jetzt die Anleitung und oben den Print-Button.
  6. Tacker zweimal in die mittlere Falte.
  7. Falte das Heft wieder zusammen und leg es so vor dich, dass der Print-Button unten rechts liegt.
  8. Schneide an der oberen und der rechten Kante jeweils einige Millimeter ab, sodass sich das Heft blättern lässt.

Handwriting as a Story

Phuong Dang

Where I grew up, learning to write was one of the earliest and highly regarded lessons. ‹Handwriting reflects character›—a proverb that every child must remember when practicing writing. This means that just by looking at someone’s handwriting, you can discern their personality. If the handwriting is neat and clean, then undoubtedly the writer is orderly and straightforward, and vice versa. This concise proverb is enough to reflect the Vietnamese way of life through writing.

In this collection, I—someone who was born and raised in Vietnam—seek the origins of the script I grew up with and still use every day. The texts are compiled from various sources and may still be incomplete, for which I ask for your understanding.

Finally, I introduce a typeface font that I designed—‹no one is writing› (English) / ‹Nét chữ nết người› (Vietnamese)—as a result distilled from the sources I provided above combined with experiences from my own life. The two stylistic sets of the typeface embody the daily struggles and thoughts within myself. Between the concept of «everything must be refined, standardized, and beautiful» (like how I was taught to write in Vietnam as a child) and the idea that «anything can be right, life is a culmination of trials and experiences» (like the process of ‹playing around› with my own portrait). I found myself in a space of combination in which I myself am like a mix, a mix of everything.

OBC-Index

Dari Danchinova

‹OBC-Index› is an interactive web compendium dedicated to the exploration and discussing graphic design. It serves as a digital index, compiling critical texts from various designers from different times, each dissecting elements of design from foundational grid systems to emergent topics like accessibility and collaboration in book design.

At its core, the platform features a word-search functionality, enabling users to discover and highlight specific themes within the texts. This search capability extends into the printed version of their findings with key terms highlighted, creating a physical manifestation of their digital research.

‹OBC-Index› brings together a wide range of ideas, creating a welcoming space for finding new information that covers many aspects of graphic design.

Stereo:Typo

Hani Wibowo

Typographical clichés, often unconsciously employed, can perpetuate harmful stereotypes by associating specific typefaces with certain ethnicities, thus misrepresenting entire cultures. For instance, the use of decorative or calligraphic fonts may inadvertently evoke cultural stereotypes, such as associating script fonts with Middle Eastern and Asian cultures or serif fonts with European cultures. These associations can lead to oversimplified and inaccurate portrayals marginalizing and undermining the complexity and richness of diverse cultural identities and ultimately reinforcing stereotypes.

I developed a project exploring ethnographic typography and stereotypes: This reader contains a curated selection of texts and visuals gathered from various websites and critically examines the role of typographic shortcuts in perpetuating stereotypes. By analyzing specific typefaces’ associations with ethnicities and cultures, it raises awareness of biases in typographic representation. Ultimately, it prompts reflection on typography's power to shape cultural perceptions and aims to contribute to a more nuanced understanding of cultural identities in design and daily life.

Print2Web2Print

Marcel Louis

Die altbekannte – aber über die Zeit weiterentwickelte – ‹User Experience› des Internets der Anfangsjahre bildet die visuelle Grundlage für diese Sammlung. Sie besteht aus 15 Texten, die sich vor allem mit dem Verhältnis von Web zu Print, mit den neuen Möglichkeiten des Publizierens und der Entwicklung des Buches beschäftigen.

Die Auswahl der Texte für die Printpublikation erfolgt durch das Anklicken der gewünschten Inhalte. Sie bedient sich der Möglichkeit des Internets: der unkomplizierten Auswahl von Informationen, basierend auf dem individuellen Interesse. Obwohl es sich letztendlich auf die Auswahl der enthaltenen Texte begrenzt, hat die Nutzer:in das Gefühl der aktiven Mitgestaltung der Publikation.

Die visuelle Gestaltung der Web- wie auch der Buchgestaltung orientiert sich an den vermeintlich starren Gestaltungsrastern und Regeln klassischer Buchgestaltung. Die Nutzer:in hat die Möglichkeit, eine Auswahl der Texte zu treffen, sie im A4-Format auszudrucken, gegebenenfalls zu binden und somit innerhalb von Minuten eine personalisierte Textsammlung in den Händen zu halten. Die Grenzen und Möglichkeiten beider Medien werden in einem ungewöhnlichen web2print-Produkt vereint, das das Ziel hat, den niedrigschwelligen Zugang, den das Internet bietet, auf ein Printprodukt zu übertragen.

Grid Mondrian

Antje Loka

Responsive Design trifft auf Piet Mondrian: Raster sorgen für Ordnung und Harmonie in der Gestaltung. Sie können aber auch dynamisch genutzt werden. Die Interaktion von Farbflächen, Textboxen und Weißraum, gleichmäßig oder unregelmäßig platziert, baut Spannung auf. Schwarz umrandete Textboxen beziehen sich auf die schwarzen Linien in Mondrians Flächenkompositionen. Mit Schrift gefüllt, ergeben sich schnell konsumierbare, kurze Leseabschnitte. Die Texte sind auf wesentliche Aussagen oder wichtige Zitate reduziert. So sind sie schnell zu erfassen und werden der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne im Web gerecht. Das Layout ist flexibel: Beim Vergrößern und Verkleinern des Browserfensters ordnen sich die Flächen und Textboxen immer wieder neu an. In der Gestaltung werden nicht nur die Primärfarben Gelb, Rot und Blau, sondern auch ausschließlich rechteckige Flächen verwendet. Die gesamte Gestaltung setzt auf Abstraktion und Einfachheit: Klare Formen, Farben und große Schrift. Ein gewisser Zufall sorgt für ein wenig Chaos: das flexible Design ist nicht komplett kontrollierbar.

In der Printpublikation wird sichtbar, dass sich das responsive Design nicht einfach auf die gedruckten Seiten übertragen lässt. Die umrandeten Textboxen weichen schmaleren Kolumnen, die sich auch in einem flexiblen Raster anordnen. Unterschiedliche Schriftgrößen und Textanordnungen unterstreichen das flexible Gestaltungskonzept – auch im statischen Print.

Search and Replace

Vanessa Köwing

In vielen älteren Texten zum Thema Design finden sich fast nur Texte von oder über männliche Designer. Die häufige Wiederholung gleicher Namen und Positionen bilden den damaligen und den weitgehend noch heute bestehenden Gestaltungskanon. Diese Festschreibung der Geschichte überdeckt an vielen Stellen die Möglichkeit, den Blick auf weibliche* Gestalter*innen zu erweitern.

Das Projekt ‹Search and Replace› versucht, die vielen oft im Hintergrund stehenden Gestalter*innen sichtbar zu machen. Dazu finden sich auf der Seite mit den historischen Texten bei den Namen der männlichen Gestalter gut sichtbare Verweise auf großartige Designer*innen der jeweiligen Epoche. Über diese Verlinkung, aber auch nur durchs Lesen der zweiten, der ›‹Female Design›-Spalte, gelangt die Leser*in zu ausführlichen Texten von oder über weniger bekannte Gestalter*innen.

Die Leser*innen dieser Website können selbst entscheiden, welche Verweise ihnen besonders wichtig sind. Sie können ihre Auswahl durch An- oder Abwählen der Texte in das Printlayout übernehmen. Somit kann sich jede*r eine Broschüre individuell zusammenstellen und eine Übersicht über Gestalter*innen und deren Arbeiten ausdrucken, die sie kennenlernen möchten.